Vigeliusschule II

Gemeinschaftsschule Freiburg

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INKLUSION an der Vigeliusschule II

 

Zielsetzung:

Die Vigeliusschule II Gemeinschaftsschule Freiburg hat sich bereits im Jahr 2002 auf den Weg gemacht, sich zu einer inklusiven Schule zu entwickeln mit dem Ziel, Schülerinnen und Schülern in ihrer Verschiedenheit und Vielfalt die Möglichkeit zu geben, gemeinsam zu lernen.

Seit 2002 besteht daher die Möglichkeit, Schülerinnen und Schülern mit einem Anspruch auf ein sonderpädagogisches Bildungsangebot (Förderschwerpunkt Lernen sowie emotionale und soziale Entwicklung) in der Vigeliusschule II aufzunehmen und inklusiv zu beschulen.

 

Gemeinschaftsbildung/Gemeinsamer Unterricht:

Für eine gelingende Inklusion ist es zunächst wichtig, eine Gemeinschaft zu entwickeln, in der inklusives Denken und inklusive Werte gelebt werden – von den Schülerinnen und Schülern, den Lehrerinnen und Lehrern, den Eltern und allen am Erziehungsprozess beteiligten Personen und Fachkräften. Konkret heißt das, dass wir bei jedem einzelnen Kind seine individuellen Fähigkeiten im Blick haben, diese stärken und wertschätzen, so dass Lernen und Schule einen positiven Stellenwert im Leben des Kindes haben kann.

Davon ausgehend ergibt sich die Notwendigkeit eines veränderten Unterrichts. Der Unterricht wird auf die Vielfalt der Schülerinnen und Schüler hin angepasst und geplant, so dass jeder mit seinem Wissen, seinen Talenten und Stärken am Unterricht teilnehmen kann und von und miteinander gelernt werden kann.

Folgende Lernarrangements sind für inklusive Lerngruppen erforderlich und nach unserer Erfahrung Bedingung für effektives Lernen:

Differenziertes, individualisiertes Lernen, d.h. Schülerinnen und Schüler lernen in ihrem eigenen Lerntempo und mit ihren individuellen Lernvoraussetzungen an niveaudifferenzierten Aufgabenstellungen sowie in flexiblen Arbeits- und Lernformen. 

Personalisiertes Lernen, d.h. die Schülerinnen und Schüler lernen mit Eigenaktivität, Verantwortung, Selbststeuerung und Kompetenzorientierung im Rahmen der Arbeit mit Kompetenzrastern. Sicherheit mit dieser personalisierten Form des Lernens erhalten sie durch die regelmäßig stattfindenden Coachinggespräche und Gesprächszeiten mit Lehrerinnen und Lehrern, die der Unterstützung selbstgesteuertem und selbstverantwortlichem Lernen und der Persönlichkeitsentwicklung dienen. Die Coaches helfen bei der Strukturierung von Lernprozessen und der Wochenplanung.

Inputphasen zu einzelnen Themen in den Hauptfächern werden bedarfsgerecht für unterschiedliche Lerngruppen angeboten.

Kooperatives Lernen in allen Lernbereichen, wobei im Vergleich zum individualisierten Lernen das gemeinschaftliche Arbeiten, das Austauschen und das wechselseitige voneinander Lernen im Vordergrund stehen. Auch projektorientiertes Arbeiten mit kooperativen Lernformen ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Unterrichtsverständnisses.

 

Lehrkräfte unterrichten im Team:

Die Lehrkräfte in den Inklusionsklassen planen gemeinsam den Unterricht und sie unterrichten und reflektieren im Team. Die Sonderschullehrkraft ist v.a. den Schülerinnen und Schülern mit Förderbedarf zugeordnet, ist aber gleichzeitig Ansprechpartner und Lernbegleitung für alle Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern einer Inklusionsklasse. Im gemeinsamen Unterricht an der Vigeliusschule II sind folgende Kooperationsformen unter den Lehrkräften fest verankert: Niveaudifferenzierter Unterricht, niveaudifferenzierter Förderunterricht, Teamteaching, Parallelunterricht mit Bezug auf dieselben Lerninhalte, Lehrkräfte als Helfer und Unterstützer einzelner Schülerinnen und Schüler im Klassenverband und als Beobachter für diagnostische Informationen.

 

Zusammenarbeit Eltern-Schule:

Für eine gelingende Inklusion ist uns eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern wichtig. So finden in regelmäßigen Abständen Elterngespräche statt, um den Lernstand, Förderziele, Fördermaßnahmen, Verhaltensbeobachtungen und den allgemeinen Entwicklungsstand zu reflektieren. Die Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen erstellen in Zusammenarbeit mit beteiligten Lehrkräften zweimal jährlich einen individuellen Förderplan für jede Schülerin und jeden Schüler, der Anspruch auf ein sonderpädagogisches Bildungsangebot hat. Dieser Förderplan dient als Grundlage für die Elterngespräche.

 

Schulbezirk:

Schülerinnen und Schüler, die Anspruch auf ein sonderpädagogisches Bildungsangebot haben, dürfen am gemeinsamen Unterricht der Vigeliusschule II teilnehmen, auch wenn sie nicht in deren Schulbezirk wohnen.